Wasser aufkochen, Beutel hineinhängen, ziehen lassen – und fertig ist der Tee? Vollkommen falsch, wie Besucher in Hong Kongs "Lock Cha Tea Shop" erfahren. Dort werden Interessierte in einem Workshop in die Weisheiten des Teekochens eingeweiht.
Der Kursleiter geht bei der Zeremonie auf drei Regeln ein, die nach der jahrhunderte langen Tradition unbedingt beachtet werden sollen. Tee ist nach den Profis das "Lebenselixier der Hong Kong Chinesen". Daher sei auch die Zubereitung eine Kunst für sich.
Folgendes sollten Teeliebhaber unbedingt beachten: Wichtig ist vor allem die richtige Menge an Teeblättern. Das hängt maßgeblich vom persönlichen Geschmack ab. Fünf Gramm nimmt man für normalen Tee. Wer es stärker haben will, greift zu acht Gramm.
Genauso wichtig ist die Temperatur des Wassers. Nicht alle Teesorten sollten mit kochendem Wasser übergossen werden. Bei Grünem Tee reicht zum Beispiel 40 bis 70 Grad heißes Wasser. Schließlich sollten Teeliebhaber das richtige Timing beachten. Denn zieht ein Tee zu lange, wird er schnell bitter. Greenish Oolong Tee zum Beispiel darf den Experten zufolge nur sehr kurz ziehen.
Bei dem Workshop lernen Tee-Liebhaber, wie man sechs verschiedene Teesorten zubereitet, die sich vor allem durch ihre Fermentierung unterscheiden. Dazu gehören grüner, weißer, gelber, grünlicher, chinesischer schwarzer sowie roter Tee. Zusätzlich zu dem Kurs besuchen die Teilnehmer das Museum of Tea Ware, in dem es antikes Geschirr zu bestaunen gibt.
Neben der Teezeremonie bietet das "Kulturelle Kaleidoskop" des Hong Kong Tourism Board (HKTB) auch weitere interessante Aktivitäten z.B. Tai Chi-Kurse, Architektour-Touren oder die Möglichkeit, Einblicke in die chinesische Lehre des Feng Shui zu erhalten oder zu lernen, wie man chinesische Kuchen backt.
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