Vor allem soll Kaffee die Sinne anregen. Dazu darf er weder zu heiß, noch zu bitter oder schwer sein. Der Kenner brüht Kaffee mit einem Druck von 9 Bar, das entspricht in etwa 20 Kilogramm Anpressdruck und ist auch bei einigen privaten Maschinen einstellbar. Auch warum Kaffee in Deutschland oft verbrennt schmecke, erklärt die Barista-Meisterin. Das läge am überdurchschnittlich vielen Erhitzen von Milch am Kaffeeautomaten. Durch den Dampfdruck erhöht sich die Temperatur der Maschine und der Kaffee wird zu heiß gebrüht. Optimal wären 90 bis 95°C und nicht wie so häufig über 100 °C.
Wer nicht die Möglichkeit hat Einfluss auf die Brühmethode zu nehmen, der sollte zumindest auf die Qualität der Kaffeebohne achten. Richtig gute Bohnen erhält man erst ab einem Kilopreis von 18 bis 20 Euro. Ein weiterer Tipp für Daheim: Besonders gut wird der Kaffee mit weichem Wasser. Zur Not kann man sich mit stillem Wasser aus dem Supermarkt oder Wasserfiltern behelfen. Das i-Tüpfelchen eines jeden Kaffees ist natürlich die Crema. Durch sie schmeckt der Kaffee aromatisch und rund. Am besten schäumt man die Milch bei unter 70 °C, dadurch fällt die Crema weniger schnell zusammen und die Milch verliert ihre natürliche Süße.
Aber es gibt auch andere Möglichkeiten aus einem Kaffee etwas ganz Besonderes zu zaubern. Beispielsweise schmeckt er auch hervorragend zu Eis, in Kuchen oder sogar in deftigen Gerichten sowie gemixt mit Alkohol. Besonders ansehnliche Kreationen erreicht man durch mehrere Schichten aus Zutaten unterschiedlicher Konsistenz oder Temperatur.
Zusammen mit Verpoorten hat Nana Holthaus-Vehse einige ausgefallene Kreationen entwickelt. Besonders erfrischend schmeckt im Sommer der Love Verpoorten Espresso. Zum Rezept.
Das Lieblingsgetränk der Deutschen kennt Gourmetglobe.de













