Die Biergärten öffnen die Pforten und auch die Grillsaison hat begonnen. Die perfekte Zeit für ein prickelndes Bier, dass mach wie auch Wein und Whiskey verkosten kann. Das Probieren ist ein Genuss für alle Sinne, bei dem jeder seine Lieblingssorte findet.
Zu erst einmal sollten sich Bierliebhaber bewusst machen, welche Sinne dazu nötig sind: Die Konsistenz des Schaums, das Aroma eines prickelnden Pils oder der leicht süße Geschmack eines dunklen Weißbieres – all das regt unterschiedliche Sinne an. Anfänger entscheiden sich für eine offene Verkostung und probieren zwischen vier und acht verschiedene Biersorten. Dabei sollten sich Farbe und Geschmack deutlich unterscheiden wie bei Pils, Schwarzbier und Lager. Fortgeschrittene können sich dagegen an das Verkosten innerhalb einer Sorte wagen, wie zum Beispiel Pils von verschiedenen Brauereien. Eine Alternative ist die Blindverkostung. Sie schärft den Geschmackssinn.
Die Vorbereitung
Bei einer Bierverkostung zu Hause sollte darauf geachtet werden, dass die Biere bei einer Temperatur zwischen acht und zehn Grad Celsius serviert werden. Aber eine erfolgreiche Verkostung hängt nicht nur vom Bier ab: Auch die Gläser sollten einheitlich und der Raum gut gelüftet und frei von störenden Gerüchen sein. Als Snack dient Knäcke- oder Weißbrot. Das stillt nicht nur den kleinen Hunger, sondern dient auch der Geschmacksneutralisierung.
Die Verkostung
Was für Kriterien werden bei der eigentlichen Verkostung angesetzt? Zunächst betrachtet der Kenner sein Bier. Welchen Eindruck macht der Schaum? Ist er stabil, cremig oder fällt er schnell zusammen? Dann gilt es, die Farbe des Bieres zu bewerten. Dabei ist es hilfreich, das Glas gegen eine weiße Wand zu halten. Abhängig von der Sorte des Bieres reicht die Tönung von hellem Gelb bis zu kräftigem Schwarz. Gleichzeitig lässt sich die Klarheit des Bieres bestimmen: Im Gegensatz zu unfiltrierten Bieren enthalten filtrierte normalerweise keine Trübstoffe und "glänzen". Nun gilt es den zweiten Sinn zu benutzen. Wie riecht das Bier? Malzig oder eher süßlich? Am besten bestimmt man den Gerucht bei leicht zerfallenem Schaum und durch Schwenken des Glases.
Der Geschmack des Bieres
Der letzte Schritt einer Verkostung ist der Geschmack des Bieres. Dabei unterscheidet der Kenner zwischen drei Phasen: dem Antrunk, also dem ersten Geschmackseindruck, der von der Stammwürze abhängig ist, der Rezenz, dem Frischeeindruck des Bieres und letzlich dem Nachtrunk. Beim letzten Geschmackseindruck bestimmt der Hopfen wie bitter das Bier ist. Auf den Geschmack gekommen? Dann steht einer Bierverkostung zu Hause nichts mehr im Weg. Wer all diese Kriterien beachtet und fleißig übt, wird schnell zum wahren Kenner und erkennt die Vielfältigkeit des Bieres. Prost!
Bierdosenhendl - so geht's. Das Rezept hat Grillportal.com













