Chili oder Ingwer, Gurke und Tomate im Cocktail? Klingt zunächst einmal seltsam, findet aber eine immer größere Fangemeinde. Cuisine Style nennt sich der Stil, mit altbewährten Küchenzutaten Cocktails das i-Tüpfelchen aufzusetzen.
Cocktail-Klassiker wie Sex on the Beach oder Tequila Sunrise erhalten durch eine Prise Chili oder Ingwer eine Schärfe, die dem Drink eine ganz neue Note verleiht. Der Ursprung des Cuisine Styles liegt in England, wo Cocktailtrinker mehr die würzigen und weniger die fruchtig-milden Drinks wie in Deutschland bevorzugen. Einige Szenebars diesseits des Kanals entdecken den Trend jetzt für sich. Wichtig beim Cuisine Style ist vor allem die Dosierung. Denn ein wenig zu viel Orangensaft macht einem Cocktail noch nicht den Gar aus, zu viel Schärfe jedoch macht ihn ungenießbar.
Noch ungewöhnlicher als die Verwendung von scharfen Zutaten im Cocktail sind Küchenkräuter oder gar Gurke und Tomate. Doch auch in Deutschland wird man mutiger: Neuerdings landen neben Rosmarin, Koriander, Paprika, Sellerie und Senf sogar frische Eier im Drink. Natürlich darf man es dabei nicht übertreiben. Der Drink muss geschmacklich ausbalanciert sein, er sollte also seinen Geschmack nicht mit der Zeit verändern. Vor allem aber zählt die Frische der Zutaten, denn nur so können sich die Aromen entfalten. Zur Zubereitung benötigt nicht nur der Profi Stößel und Teesieb und die Begleitspirituose sollte im Idealfall klar sein.
Zum Ausprobieren: der Grand Chili
Zutaten:
4 Limettenscheiben
2 Löffel brauner Zucker
1 kleine rote Chili
5 cl Grand Marnier
Zubereitung:
Limettenscheiben, brauner Zucker und Chili in einem Tumbler zerstoßen. Mit Grand Marnier auffüllen und auf Eis servieren. Die Chilischote je nach gewünschtem Schärfegrad stärker oder weniger stark zerstoßen.
(Messe Düsseldorf GmbH/ ProWein)
Der Perón: Das Cocktailrezept mit Wodka und Basilikum kennt Cocktailscout.de












