Saftiges, frisches Obst ist nicht nur gesund sondern schmeckt auch vorzüglich. Doch nicht jeder hat heutzutage einen Apfelbaum oder Johannisbeeren im Garten stehen und in Supermärkten, Feinkostläden oder am Markt sind Apfle, Birne & Co auch nicht immer günstig. Trotzdem sieht man immer wieder am Straßenrand oder auf Feldern vergessene oder herrenlose Bäume, deren Früchte im Herbst irgendwann als Matsch auf dem Boden landen. Die Internetseite Mundraub.org verrät Selbstpflückern, wo solche Bäume zu finden sind.
Die Initiative setzt sich dafür ein, dass das köstliche Obst nicht mehr länger nutzlos verfaulen muss und hilft gleichzeitig alte, selten gewordene Fruchtsorten zu erhalten. Unter Mundraub.org kann jeder auf einer interaktiven Karte prüfen, wo der nächste freigegebene Baum oder Strauch wartet oder neue Beute eintragen. Mundraub.org kümmert sich um die Freigabe mit öffentlichen und privaten Eigentümern und entwickelt Ideen für die weitere Verwendung in der Region, zum Beispiel in der Saftherstellung. Vom Rat für Nachhaltige Entwicklung wurde Mundraub als aussichtsreich und zukunftsfähig eingeschätzt und sogar prämiert.
Auf der Internetseite werden die Früchte dann in Kategorien eingeteilt: Jede bekommt ein Fähnchen in einer passenden Farbe und Symbol. So finden sich Obst, Nüsse, Kräuter, Beeren und sogar Cafés, Mostereien oder Gärten in der Karte. Nahe der Berliner Innenstadt findet man beispielsweise zwei herrenlose Kirschbäume – gekennzeichnet durch ein pinkfarbenes Fähnchen mit zwei Kirschen - einen In den Ministergärten, den anderen Nahe der U-Bahn-Station Senefelderplatz. Selbst Aprikosen und Mirabellen stehen in Berlin als freies Obst zur Verfügung – wo, verrät die Karte.
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