Eine Insel – sieben Sterne – das ist Sylt. So zählt die Nordseeinsel zu einer der am dichtestens mit Michelin-Sterneköchen besiedelten Regionen Deutschlands und bietet Gourmets und Genießern ein wahres kulinarisches Paradies. Im Munkmarscher "Fährhaus" lässt sich Küchenchef Alexandro Pape auch gerne in die Töpfe schauen – zumindest von den Teilnehmern seiner Kochkurse. Ihnen zeigt der Zwei-Sterne-Koch Tricks und Kniffe, verrät ihnen Rezepte und verwöhnt sie zusammen mit seinem vierköpfigen Team, das den Kurs begleitet, mit den gemeinsam zubereiteten Gerichten und sorgsam dazu ausgewählten Weinen.
Bei Papes Pastakurs heißt es nach dem Champagner-Empfang an der Bar zunächst: Kartoffeln kochen, ausdünsten lassen und ab geht es in die Presse – aus ihnen wird nämlich Pastateig für die Vorspeise Tortelloni gefüllt mit Gänsestopfleber an türkischen Morcheln und Physalis. Sobald die drei Meter langen Nudelteigbahnen aus Papes 17 Jahre alter Nudelmaschine hervorgleiten, sind die Teilnehmer dran: ausstechen, füllen, falten und ab geht es ins kochende Wasser. Schließlich wird unter den gestrengen Augen des Profis mit den Beilagen dekorativ angerichtet und der erste Gang mit Grauburgunder aus Luxemburg genossen. Die Anregungen zu seinen Kreationen holt sich Halbitaliener Pape aus der internationalen Küche – und so manche auch von seiner türkischen Frau.
Vor der Zubereitung des Hauptganges erläutert Pape den Teilnehmern die drei Dinge, die zu seinen Kursen gehören: 1. Jeder muss mit anpacken, 2. Es gibt immer und immer wieder etwas zu lernen, und 3. es wird gegessen. Gerne schiebt der Küchenchef bei seinen Kursen auch eine kleine Zwischenrunde ein, bereitet beispielsweise eben das Lieblingsgericht seiner Kinder für seine Kochschüler zu: Penne Rigatte a la crema. Als Hauptgericht steht dann "Offene Lasagne von US-Prime Filet und Kräuersaitlingen mit Périgord Trüffel an grünem Spargel" auf dem Programm. Dafür schnippeln die Teilnehmer, schwatzen dabei und genehmigen sich gerne ab und an eines der stets bereitstehenden Häppchen. Auch der Wein zum Hauptgang, ein 2006er Rioja Crianza, steht schon bereit.
Während Patissier Mike Stille das Dessert Vanille-Cappelletti mit Navel-Orangenkompott vorbereitet, zeigt Pape den Teilnehmern unterschiedliche Arten, wie ein Filet zubereitet werden kann. Dabei weicht der Küchenchef gerne von allgemeinen Standards ab und gibt so viele ungewöhnliche Anregungen. Nach sechs Stunden Schnippeln, Kochen, Kosten und Genießen krönt schließlich das leckere Dessert samt Beerenauslese den Abend, bevor es zum gemütlichen Ausklang mit dem Chef gemeinsam an die Bar geht. Die Rezepte gibt es auf vorbereiteten Blättern mit nach Hause und auch das eingeworfene Zusatzrezept bringt Pape dort noch schnell aufs Papier. Leckere Pralinen versüßen den Abschied und als Andenken darf jeder seine Kochschürze mit nach Hause nehmen.
Entrecote – was es mit dieser ungewöhnlichen Geschenkidee auf sich hat, verrät Mettsalat.de













