Teilzeitvegetarier lautet der Trend! Donnerstag ist Veggietag ist eine Aktion, die zu einem fleischfreien Wochentag in Deutschland aufruft. "Mit einem Tag ohne Fleisch und Fisch leistet jeder einen Beitrag für seine persönliche Gesundheit und die anderer, sowie zum Schutz von Umwelt und Tieren", so die Initiatoren von Donnerstag-Veggietag.de.
Die Initiative richtet sich an Einrichtungen wie Schulen, Krankenhäuser, Altenheime, Kantinen und Restaurants. Aber auch Unternehmen und Organisationen werden aufgefordert, einen vegetarischen Donnerstag einzuführen.
In Deutschland hat als erste Stadt Bremen den Veggie-Donnerstag eingeführt. Auch Karlsruhe, Ingolstadt und zahlreiche weitere Städte in Deutschland haben nachgezogen. International beteiligen sich den Angaben zufolge auch San Francisco, São Paulo, Gent und Kapstadt an der Aktion. Auch der Sportartikelhersteller Puma macht sich für den vegetarischen Tag stark.
Die Initiative nennt fünf Gründe, die für den Veggietag sprechen:
Klimaschutz: Eine Kuh belastet den Angaben zufolge das Klima genauso stark wie ein moderner Personenwagen, der pro Jahr 18.000 Kilometer zurücklegt. Eine Studie der Vereinten Nationen zeige, dass die globale Tierhaltung 18 Prozent der treibhauswirksamen Gase verursache - mehr als der weltweite Verkehrssektor zusammen. Ein deutschlandweiter Veggietag pro Woche entspräche demnach einer jährlichen Einsparung der Klimagase von sechs Millionen Autos.
Gesundheit: Jeder Bundesbürger isst im Schnitt mehr als 1,2 Kilogramm Fleisch pro Woche, empfohlen werden maximal 300 bis 600 Gramm. "Ganz vegetarisch lebt es sich sogar am gesündesten", so die Initiative. Übermäßiger Fleischkonsum führe unter anderem zu Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Ethik und Tierschutz: Im Laufe seines Lebens isst jeder Deutsche durchschnittlich 1094 Tiere - Fische und andere Meerestiere noch nicht inbegriffen. Durch einen bundesweiten Veggietag müssten jährlich über 140 Millionen Tiere weniger gezüchtet und geschlachtet werden.
Nahrungsmittelsicherung: Ein Hektar Land produziert Rindfleisch für die Ernährung von nur einem Menschen oder aber genügend Kartoffeln für 22 Menschen. Die Soja- und Maisimporte, aus denen Futtermittel vorwiegend bestehen, kommen zum Großteil aus Entwicklungsländern. Dort wird die Versorgung der Bevölkerung knapp. Mit einem deutschlandweiten Veggietag pro Woche könnten jährlich weit über zwei Millionen Tonnen Getreide eingespart und über acht Millionen Menschen ernährt werden.
Genuss: Das ehemals dürftige Sortiment für Vegetarier im Supermarkt hält inzwischen jede Menge Geschmackserlebnisse bereit. Eine zeitgemäße Ernährung sei "spannend und bereichernd". Daher fordern die Initiatoren auf: "Versuchen Sie es selbst am nächsten Donnerstag, und genießen auch Sie die Vorzüge einer fleischfreien Ernährung."
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