Tradition genießen im Frankenwald: Im nordbayerischen Wintersportparadies kommen in der kalten Jahreszeit jede Menge regionale Köstlichkeiten wie Blöchla, Seelenspitzen, Blaue Zipfel, Schwellenhupfer mit Knöchla oder Gänsla und Lebkuchenbier auf den Tisch. Wir verraten, was hinter den außergewöhnlichen Namen steckt.
Das Blöchla ist eine fränkische Besonderheit, die nur an Festtagen auf den Tisch kommt. Das Schmalzgebäck sieht röhrenförmig aus und erinnert damit an die Baumstämme, die die Flößer über Jahrhunderte vom Frankenwald aus bis nach Rotterdam geflößt haben. Zutaten sind Eier, Rahm, Mehl und Butter. Der fertige Teig wird um ein "Blöchlaeisen" gewickelt, damit er die typische Röhren- oder Baumstammform erhält.
Eine noch aus dem Mittelalter erhaltene Rezeptur sind die Seelenspitzen. Die kleinen Zöpfe aus feinem Blätterteig sind zwar sehr kalorienreich, aber lecker und versüßen jedem Gast den Aufenthalt in der Region. Wer es lieber deftig als süß mag, kann die Blauen Zipfel probieren. Das sind Fränkische Bratwürste, die in einem Wein-Essigsud mit Zwiebeln köcheln.
Echte Tradition bekommt man, wenn man in den Wirtshäusern Schwellenhupfer bestellt - so werden die fränkischen Klöße genannt. Diese werden in der kalten Jahreszeit mit Sauerkraut und Gänsebraten, dem Gänsla oder einer Haxe, dem sogenannten Knöchla, gegessen. Das Gänsla wird heute genauso zubereitet wie früher: Man würzt mit Beifuß und Majoran und brät es mit Zwiebeln an.
Da im Frankenwald auch etliche Brauereien angesiedelt sind, werden traditionelle Gerichte häufig mit Bier verfeinert. So auch das Knöchla, das mit Bier übergossen wird, während es im Ofen brutzelt. Besucher sollten sich auch das Lebkuchenbier nicht entgehen lassen. Es enthält 5,5 Prozent Alkohol und eine Stammwürze von 12,7 Prozent. Seinen Lebkuchengeschmack erhält das Bier durch die Zugabe von Rauchmalz. Ausgeschenkt wird es im Bayerischen Brauereimuseum in Kulmbach.
Der Frankenwald ist der nördlichste Naturpark Bayerns. Die typische Küche basiert auf Rezepten, die über mehrere Generation weitergegeben worden sind. In etlichen Wirtshäusern bekommt man eine Reihe von Spezialitäten, die nur im Naturpark Frankenwald zubereitet werden.
Der Wein aus dem Frankenland "junge frank’n" in München













