Mit Philosophie zu Tisch: Im The Peninsula Beijing wird Traditionelle Chinesischen Medizin (TCM) mit wohlschmeckenden Gerichten kombiniert. Executive Chef Chi Ping Xu und sein Team setzen dabei ganz auf die Gesundheit. "Beim Kochen mit 'Medizin' geht es neben den gesundheitlichen Wohltaten und der Balance von Yin und Yang stets auch um das Aroma der Speisen", sagt Ping.
Die Chinesen betrachten den menschlichen Körper als ein kleines Universum mit einer Reihe von miteinander verbundenen Systemen. Wenn diese sich in der richtigen Balance befinden, schützen sie die Gesundheit. Zentral ist dabei das Konzept der Kräfte Yin und Yang. Ihr Gleichgewicht bestimmt den freien Fluss des Qi, übersetzt etwa Energie oder Atem. Yin und Yang werden beeinflusst von der Nahrung, die ein Mensch zu sich nimmt.
Besonders stolz ist er zum Beispiel auf ein Tauben-Consommé. Das ist eine klare Brühe, zu der tian mo hinzugefügt wird, eine Wurzel mit mildem Geschmack. Die Brühe soll gut für die Nieren sein und beruhigend auf die Leber wirken. Eine weitere Zutat ist aweto, ein Pilz aus dem tibetanischen Plateau. Aweto ist begehrt und mit einem Preis von etwa 20.000 Euro pro Kilogramm teuer. Man schreibt dem Pilz immunsystemstärkende Eigenschaften zu.
Auch Lilienknospen verwendet Ping gerne. Ihnen sagt man eine kühlende Wirkung nach. Die Wurzel des Asiatischen Ginseng wird ebenfalls Suppen oder Schmorgerichten zugefügt. Ginseng hilft, wenn man müde ist oder Probleme mit der Konzentration hat.
Chinesische Chefs lernen das Kochen nach der TCM von einem Meister der alten Traditionen. Hierbei studieren sie nicht nur die Einbeziehung von Heilkräutern in der Küche, sondern auch die allgemeinen Grundlagen der Chinesischen Medizin. Die jüngsten Gerichte auf der Speisekarte wurden kreiert, um diese traditionelle Kochweise zurückzubringen in eine Zeit, in der immer mehr Wert auf gesundes Essen gelegt wird.












